Einblick: Mein künstlerischer Weg
- noemihaugk
- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 9 Stunden
Kunst begleitet mich, solange ich denken kann. Sie war für mich nie nur kreativer Ausdruck, sondern eine Möglichkeit, das sichtbar zu machen, was ich oft nicht in Worte fassen konnte.
Der eigentliche Wendepunkt kam jedoch später. Durch eine schwere Autoimmungerkrankung wurde ich immer wieder mit dem Satz konfrontiert, den viele Betroffene kennen:
"Dein Körper kämpft gegen dich."
Je häufiger ich ihn hörte, desto deutlicher spürte ich, dass ich ihn nicht glauben konnte.
Ich habe meinen Körper nie als Gegner erlebt. Im Gegenteil. Ich begann, ihm aufmerksamer zuzuhören. Seine Signale nicht mehr als Symptome zu betrachten, sondern als Sprache. Nicht als etwas, das gegen micht arbeitet, sondern als Ausdruck dessen, was gesehen und verstanden werden möchte.
Dieser Blick hat meinen Weg verändert.
Je mehr Vertrauen in meinen Körper entstand, desto mehr Klarheit entsand auch in mir. Ich begann Gesundheit nicht nur als Fehlen von Krankheit zu verstehen, sondern als eine lebendige Verbindung zu mir selbst.
Diese Erfahrung hat meine Kunst tief geprägt.
Darum male ich heute die Verbindung zwischen Mensch und Körper. Mich interessiert der Moment, in dem wir aufhören, im Außen nach Antworten zu suchen und beginnen, unserem eigenen Erleben zu vertrauen.
Mit der Zeit wurden meine Bilder ruhiger. Die Farbwelt reduzierter. Überflüssiges verschwand, weil ich erfahren habe, dass Stille oft mehr erzählt als Fülle.
Ich weiß heute, für wen ich male.
Für Menschen, die ihrem Körper vertrauen. Für Mensche, die in sich selbst Orientierung finden und Räume schaffen möchten, in denen Präsenz, Menschlichkeit und Verbundenheit ihren Platz haben.
Wenn eines meiner Bilder jemanden daran erinnert, dass der eigene Körper nicht nur trägt, sondern auch spricht, dann hat es genau das erreicht, wofür es entstanden ist.













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